BOGG: «Die Baukosten von 22 Mio. Franken können wir selber stemmen»
Die neue Bushalle der Busbetrieb Olten Gösgen Gäu AG (BOGG) in Wangen bei Olten, zu der heute Dienstag, 18. Mai, die Grundsteinlegung erfolgte, ersetzt jene aus dem Jahr 1996/97, welche bereits abgerissen ist. «Mit der heutigen Grundsteinlegung entsteht Garagierungskapazität für die nächsten 15 Jahre», hielt Verwaltungsratspräsident Peter Schafer in seiner Rede vor rund 30 geladenen Gästen fest. Im Untergeschoss ist die Parkierungsmöglichkeit für die Angestellten vorgesehen, das Erdgeschoss bietet Platz für 24 Linienbusse und eine neue Waschanlage. Der Ausbau eines Obergeschosses zu einem späteren Zeitpunkt sei möglich. Im kommenden Jahr entstehe die Baustelle am Verwaltungsgebäude und der Werkstätte. Im Wesentlichen werde dieses Gebäude um einen Stock erhöht, gegen die Dorfstrasse verlängert und mit einem unterteilbaren Saal ausgerüstet, welcher für die interne Ausbildung oder für verschiedene andere Veranstaltungen genützt werden könne, so Schafer. Die bestehende Bushaltestelle «Kleider Frey» Richtung Olten werde direkt vor den Haupteingang der Verwaltung zurückversetzt. «Im besten Fall könnten all diese Arbeiten bis Ende 2022 oder Anfang 2023 rechtzeitig zum 90-Jahr-Jubiläum des Unternehmens abgeschlossen werden», hielt der Verwaltungsratspräsident weiter fest.

Ausschreibungen verlaufen plangemäss
«Die beiden neuen Gebäude werden ausschliesslich durch die BOGG genutzt; die Ausschreibungen für die entsprechenden Arbeitsvergaben laufen plangemäss», führte der Verwaltungsratspräsident weiter aus. Im bestehenden südlichen Gebäudeteil werde zudem die Motorfahrzeugkontrolle (MFK) Ost des Kantons Solothurn ihre Dienste konzentrieren und auch weitere Ausbauten tätigen; ein Projekt, zu welchem das Solothurner Stimmvolk im vergangenen Jahr seine Zustimmung gegeben hat.
Die Verkehrsanbindung werde sich auch verändern: Neu werden von Südosten her im Einbahnverkehr nur die Busse, die Fahrzeuge der Anlieferung und die Vorführkunden der MFK auf das Gelände und in die Hallen fahren. Auch bei der Wegfahrt würden nur die Busse, der Anlieferverkehr und die Vorführkunden der MFK das Areal auf der Südwest-Seite verlassen. Die Parkplätze für den Kundendienst sowie jene der Mitarbeitenden der BOGG lägen in Zukunft auf der Nordseite des Areals und könnten direkt von der Dorfstrasse T5 aus erreicht werden, führte Schafer weiter aus.
Baukosten selber stemmen
«Die Baukosten in der Höhe von 22 Mio. Franken wird die BOGG mit Hilfe der Finanzinstitute alleine stemmen können», bemerkte der Verwaltungsratspräsident. Keine der Vertragsgemeinden müsse zur Kasse gebeten werden oder ihre Steuern erhöhen. Zudem sollten mit dem Erweiterungsbau auch einige nachhaltige Akzente gesetzt werden. Diese beinhalten die CO2-freie Heizung und Kühlung mittels Grundwassernutzung mit Wärmepumpe; den Einbau einer Elektro-Ladeinfrastruktur im Zusammenhang mit der kontinuierlichen Umstellung der Flotte auf Elektrobusse sowie den Einbau einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Verwaltungsgebäudes und später auf dem Dach der neuen Einstellhalle zu Gunsten einer eigenen teilweisen Stromproduktion.
Die Baufortschritte können übrigens mittels Webcam-Aufnahmen auf der Homepage (www.bogg.ch) mitverfolgt werden.
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